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Wenn der Traktor klüger ist als der Mensch


Wenn der Traktor klüger ist als der Mensch

Längst sind Themen wie autonomes Fahren auch in der Landwirtschaft präsent. Hochmoderne, noch dazu lernfähige Computer- und Sensortechnik ermöglicht zudem ein „precision farming“. Ziel ist die Effizienzsteigerung und Ertragsoptimierung.

Die Fahrerkabine des Traktors sieht aus wie das Cockpit eines Flugzeugs. Monitore, Kontrollanzeigen, Hebel und Schaltknöpfe beherrschen den Blick. Für Markus Hauschild von der Fricke Landmaschinen GmbH in Heeslingen ist das nichts Ungewöhnliches. Automatisierung und Digitalisierung sind in der Landwirtschaft angekommen. Vor allem drei Treiber für diese Entwicklung sieht Hauschild: Gesetzliche Vorschriften wie die Pflanzenschutz- und Düngeverordnung machen einen exakten und streng dokumentierten Einsatz dieser Mittel unabdingbar. Zudem leidet die Landwirtschaft wie einige andere Wirtschaftszweige zunehmend unter einem Fachkräftemangel, so dass Maschinen menschliche Tätigkeiten übernehmen müssen bzw. sie ihnen erleichtern können. Und nicht zuletzt erhöht die immer stärkere Flächenversiegelung und damit einhergehend das Schrumpfen der landwirtschaftlich nutzbaren Flächen den Druck, noch effizienter zu werden. „Es ist aber nicht so, dass der Mensch nun vollkommen durch Maschinen ersetztwird“, erklärt Markus Hauscild. So lässt sich etwa ein Traktor zwar über GPS steuern und kann – nach Vorgabe des Fahrers – beispielsweise Reihen pflügen, doch ist die Anwesenheit des Fahrers an Bord weiterhin Pflicht. Auch müssen der Traktor oder Mähdrescher erstmal „geschult“ werden, denn die Software kann nur dann optimal arbeiten, wenn ihr alle wichtigen Rahmendaten zur Verfügung stehen. Und die müssen selbstverständlich von Menschenhand eingegeben werden. Auch die heute äußerst präzisen Wetterdaten werden nicht automatisch in Aktion umgewandelt. „Letztlich entscheidet dann immer noch der Landwirt: ernten oder nicht ernten?“, so Hauschild. Für sein Unternehmen Fricke ist er oft im Elbe-Weser- Raum unterwegs, um Kunden die neuen Möglichkeiten vorzustellen, sie in die Bedienung einzuweisen und ihnen Fahrzeuge zur Erprobung zu überlassen. Jetzt in der Erntezeit ist er quasi permanent auf Achse. Die Intelligenz der Systeme ist indessen unbestritten und beeindruckt. Hauschild: „Ein Acker ist nie homogen und muss daher teilflächenspezifis h bewirtschaftet erden, um den besten Ertrag herauszuholen.“ So variierten beispielsweise der Wasser- und Nährstoffgehalt. Die Lösung: Über so genannte Crop-Sensoren (Crop = Getreide) im Frontbereich des Nutzfahrzeugs kann der Chlorophyllgehalt der Pflanzen gemessen werden. Die Düngemittelausschüttung wird dann unmittelbar angepasst, die zulässige Gesamtmenge quasi 20 WIRTSCHAFT ELBE WESER 10.18 Wenn der Traktor klüger ist als der Mensch Längst sind Themen wie autonomes Fahren auch in der Landwirtschaft präsent. Hochmoderne, noch dazu lernfähige Computer- und Sensortechnik ermöglichtzudem ein „precision farming“. Ziel ist die Effizienzsteigerung und Ertragsoptimierung.....

Mehr erfahrt ihr in der aktuellen Zeitschrift „Wirtschaft Elbe-Weser“ Magazin der Industrie- und Handelskammer Stade IHK, Ausgabe 10.18.

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